Woran wir glauben

Die wichtigsten Grundlagen, die die grundlage für unseren Glauben sind.

Mit der gesamten Christenheit bekennen wir uns zu den Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, ebenso wie denen des Glaubensbekenntnisses von Nicäa und Konstantinopel, welche die wesentlichen Aussagen des christlichen Glaubens enthalten.
 
Alleinige Grundlage aller Lehre und deren Anwendung in allen Lebensbereichen ist die Bibel. Sie ist von Gott eingegeben, dient zur Lehre, zum Überführen von Schuld, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk geschickt.    
 
2.Tim. 3,16-17   (zum Nachlesen bitte Bibelstellen anklicken)

Wir glauben, dass Gott Himmel und Erde durch seine göttliche Kraft geschaffen hat und alles was lebt. Er ist souveräner Herr über alles Sein. Gott schuf den Menschen nach seinem Bild als geistliches ewiges Wesen mit einer Seele, die für die irdisch begrenzte Lebenszeit in einem Körper aus Fleisch und Blut wohnt.

Ursprünglich schuf Gott den Menschen als reines, sündloses Wesen, aber mit einem freien Willen. Damit verbundenen war die Möglichkeit, Gottes Liebe und Gemeinschaft zu erwidern und zu genießen, und die Erde in Verantwortung gegenüber Gott zu nutzen und zu gestalten, oder Gottes Liebe abzulehnen und unabhängig von Gott zu leben.

1.Mose 1,7; 1.Mose 2,7; Neh.9, 6; Apg.14,15; Hebr.11,3

Wir glauben, dass Jesus Christus Gottes eingeborener Sohn ist, geboren von der Jungfrau Maria und dass er ganzer Gott und ganzer Mensch war. Er lebte ein vollkommenes Leben ohne Sünde, obwohl er versucht war wie alle anderen Menschen. Als stellvertretendes Opfer für die Sünde der ganzen Menschheit gab er sich freiwillig hin, wurde geschlagen, starb am Kreuz auf Golgatha und wurde begraben.

Am dritten Tag ist er von den Toten auferstanden, erschien in leiblicher Gestalt zuerst einigen Frauen, dann den zwölf Aposteln und zuletzt 500 Personen und redete mit ihnen über das Reich Gottes. Dann wurde er in den Himmel aufgenommen und sitzt zur Rechten Gottes des Vaters.
 
2. Kor. 5,21; Apg. 2,23-24; 1. Kor. 15,3-4, Hebr. 4,15; Eph. 1,20-21; Matth. 1,18-23Apg. 1,9-11

Wir glauben, dass jeder Mensch als Sünder allein durch Glauben an (Vertrauen in) Jesus Christus und Seinen stellvertretenden Opfertod am Kreuz gerechtfertigt ist - allein aus Gottes Gnade - nicht aus eigenen (noch so guten) Werken. Glaube (Vertrauen in Jesus) beinhaltet einen Akt der Umkehr (von den toten Werken) von einem Leben unabhängig von Gott nach eigenen Maßstäben und Zielen zu einem Leben abhängig von Gott und nach seinen Maßstäben und Plänen. (Deshalb sind gute Werke des Glaubens eine natürliche Frucht echter Umkehr.)

Röm. 3, 24-28; Jak.  2,14-26

Wir praktizieren die Glaubens- bzw. Freiwilligkeitstaufe. Säuglinge werden von uns nicht getauft. Hat jemand eine persönliche Lebensübergabe an Jesus vollzogen und möchte die Taufe als Zeichen dafür empfangen, obwohl er als Säugling getauft wurde, entsprechen wir seinem Wunsch. Das bedeutet keine Wiedertaufe. Wir bitten Amtsträger und Kirchen anderen Taufverständnisses, die persönliche Gewissensentscheidung des Getauften zu respektieren und seine Handlung selbst als Taufbunderneuerung zu verstehen. Die Taufe bedeutet so auch nicht automatisch Mitgliedschaft in der Netzwerk Gemeinde. Wir verstehen sie als einen sehr persönlichen Bund zwischen Gott und dem einzelnen Menschen. Dass der Gläubige dann auch den Bund mit Brüdern und Schwestern einer Ortsgemeinde suchen sollte, ist selbstverständlich.

Matth.28,19; Apg.2,38; Röm.6,3-4

Wir glauben an den Heiligen Geist als Person des dreieinigen Gottes, von Jesus gebeten und vom Vater gesandt als Lehrer, Tröster, Beistand und Helfer für die Gläubigen. Sein zentrales Anliegen ist, Jesus zu offenbaren und zu verherrlichen. Er überführt auch von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht, führt die Gläubigen in alle Wahrheit und erinnert sie an alles, was Jesus gesagt hat. Er ist der Geist, der Zukünftiges offenbart.

Joh.,14, 26; Joh.16,7- 15

Wir glauben, dass die Gaben und Wirkungen des Heiligen Geistes gottgewollte Gaben für seine ganze Kirche, den Leib Christi, sind. Sie sind zum Nutzen für den Einzelnen und die ganze Gemeinde gegeben. Wir glauben, dass wir deshalb nach den Gnadengaben streben sollen, aber viel mehr nach der Liebe. Die Gaben müssen an der Heiligen Schrift geprüft und von den Früchten des Heiligen Geistes motiviert sein. Sie haben ihren Platz in den Gottesdiensten ebenso wie auch im Alltag.

Röm.12,3- 8; 1.Kor. 12,4-11; 1.Kor. 12,31; 1.Kor. 14,1; 1.Kor. 13; Gal.5,22

Wir glauben an den Auftrag Jesu und an das biblische Prinzip der Jüngerschaft. Das bedeutet die Gläubigen durch Wort und Vorbild zu lehren, alles zu halten und zu tun, was Jesus gelehrt hat. So glauben wir, dass der Herr seiner Gemeinde Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer und viele andere Dienste gegeben hat, um „... die Heiligen zuzurüsten zum Werk des Dienstes [...], damit wir nicht mehr unmündig seien...“                           

Matth.28,19; 2.Tim. 2,2; Eph. 4,11-15

Das Abendmahl wird in unserer Gemeinde dem biblischen Text gemäß gefeiert. Brot und Wein sind Zeichen, die Christus selbst gestiftet hat. Wir nehmen das Mahl des Herrn aufeinander wartend. Es soll zum Gedächtnis seines Leidens und Sterbens für uns geschehen. Wir erinnern uns, wie groß der Preis für die Vergebung unserer Sünden war. Das Abendmahl lässt uns gleichzeitig voller Zuversicht und Freude auf die verheißene Wiederkunft des auferstandenen Christus blicken. Das Mahl des Herrn kann sowohl im Gottesdienst als auch in den Häusern gefeiert werden.        

Lk. 22,14-20; 1.Kor. 11,23-33

Wir glauben, dass die Kirche Jesu Christi (sein Leib) aus all denen besteht, die an Jesus, den Sohn Gottes, sein Werk am Kreuz und seine Auferstehung  glauben und ihn als Herrn bekennen. Dieser Leib setzt sich zusammen aus Menschen aller Kirchen, Denominationen und Gemeinden. Sie alle sind durch Jesus Christus unsere Brüder und Schwestern. Sie sind durch den einen Geist zu einem Leib getauft. Wir glauben auch, dass sich der Gedanke des einen Leibes des Christus in der neutestamentlichen Ortsgemeinde widerspiegelt, jeder Mensch eine kostbare Person ist und Gaben von Gott besitzt. Diese Glieder am Leib brauchen einander. So glauben wir, dass jeder Gläubige (auch alle „Laien“) Mitarbeiter Gottes sind.  Das „allgemeine Priestertum der Gläubigen“ muss praktisch gelebt werden können. Jesus ist das Haupt dieser Gemeinde und ihr Baumeister. Die Leiter seiner Kirche sind IHM, seinem Wort und dem Heiligen Geist verpflichtet und verantwortlich. Er ist der kostbare Eckstein (das Fundament und der Abschluss).

2.Petr. 2,4-7; 1.Kor. 12,13; 1.Kor. 12,14ff.