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Marsch des Lebens - Erinnern, versöhnen, Zeichen setzen

Anlässlich des jüdischen Holocaust-Gedenktags Jom HaSchoa wollen wir in Erfurt am 08.05. ab 17:30 Uhr ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Israel setzen. Werde Teil dieser Demonstration und lade deine Freunde und Bekannte dazu ein.

Programm

17:30 Uhr Startveranstaltung an der Jüdischen Synagoge, Max-Cars-Platz 1 (Juri-Gagarin-Ring 16)
18:00 Uhr Marsch des Lebens durch die Stadt, vorbei an Staatskanzlei, Anger, Krämerbrücke, Mikwe und Alte Synagoge
19:00 Uhr OpenAir-Veranstaltung auf dem Fischmarkt

Sprecher

Prof. Reinhard Schramm (Landesvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Thüringen)
Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Chef der Staatskanzlei und Antisemitismusbeauftragter)
Michael Panse (Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Erfurter Stadrat, Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung)
Prof. Andreas Lindner (Professor für Kirchengeschichte, Erfurt)
Jobst Bittner (Initiator der Marsch des Lebens-Bewegung)

Über den Marsch des Lebens

Der Marsch des Lebens startete im Jahr 2007 und ist zu einer internationalen Bewegung mit Märschen in mehr als 20 Nationen an über 350 Orten geworden. Rund um Jom haSchoa und im ganzen Jahr 2019 finden Märsche in 11 Nationen und ca. 50 Städten statt, u.a. auch in Leipzig, Halle, Berlin, Crimmitschau, Altenburg, Annaberg, Plauen und Pößneck.

Beweggründe

An Jom HaShoa ("Tag der Shoa"), dem jüdisch-israelischen Holocaust-Gedenktag, findet weltweit das eigene Gedenken des jüdischen Volkes an den Holocaust statt. An diesem Tag kommt in Israel das öffentliche Leben zum Erliegen. Um 10 Uhr Ortszeit erklingen im ganzen Land Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und alle Fahrzeuge halten an. Menschen bleiben stehen oder stehen von ihrem Platz auf und gedenken schweigend der Opfer der Shoa bzw. ihrer in der Shoa ermordeten Angehörigen.

Erklärung des Deutschen Bundestages

Der Deutsche Bundestag hat im Januar 2018 dazu aufgerufen, Antisemitismus entschlossen zu bekämpfen. In dieser Erklärung heißt es u.a.:
- "Der Deutsche Bundestag verurteilt jede Form von Judenfeindlichkeit. Das umfasst auch alle antisemitischen Äußerungen und Übergriffe, die als vermeintliche Kritik an der Politik des Staates Israel formuliert werden, tatsächlich aber einzig und allein Ausdruck des Hasses auf jüdische Menschen und ihre Religion sind."
- "Jede Form von Antisemitismus ist beschämend für uns alle – gleichgültig, ob strafbar oder nicht."
- "Wir müssen auf Antisemitismus hinweisen, vor ihm warnen und laut und sichtbar gegen ihn eintreten."

Daher der Aufruf zum Marsch des Lebens und einer öffentlichen Kundgebung in Erfurt. Wir wollen damit der Opfer der Shoa gedenken und gleichzeitig ein deutliches, öffentliches Zeichen für Israel und gegen modernen Antisemitismus und Israelhass setzen.

Veranstalter

Marsch des Lebens e.V., Eisenbahnstraße 124, 72072 Tübingen und Christlich-soziale Dienste TOS Leipzig e.V.

Facebook-Veranstaltung

Du kannst deine Freunde und Bekannten auch über Facebook zur Veranstaltung einladen.