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Aktuelles

Menschen tragen ein Transparent mit der Aufschrift Nein zu Antisemitismus, Judenhass und Israelhass durch eine Straße.

Aufruf: Marsch des Lebens in Halle am 03.11.2019

Nach dem brutalen antisemitisch motivierten Terroranschlag in Halle ruft der Marsch des Lebens e.V. am 3. November 2019, 16:00 Uhr am Hallmarkt, Halle (Saale), zu einem Marsch des Lebens auf. Beteilige dich und setze ein Zeichen gegen Antisemitismus.

„Mich verunsichern nicht unterschiedliche antisemitische Bedrohungsszenarien. Was mich verunsichert ist die Nicht-Reaktion der Gesellschaft darauf.“

- Max Privorozki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Halle

Programm

16:00 Uhr: Kundgebung auf dem Hallmarkt, Halle (Saale)
17:00 Uhr: Marsch des Lebens zur Synagoge in Halle (Saale)

Komm nach Halle und bring Freunde, Gemeinde, Arbeitskollegen und Familie mit, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen! Als Hauptsprecher hat der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle Max Privorozki, bereits zugesagt.

Hintergrund

Nach dem brutalen antisemitisch motivierten Terroranschlag in Halle reagiert die Gesellschaft. Es gibt Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen, Statements, Solidaritätsbekundungen und politische Forderungen. Wir sind erschüttert und trauern um die Opfer.

Was aber wird in zwei Monaten sein? Wird der antisemitisch motivierte Terror von Halle uns tatsächlich nachhaltig verändern? Wir sind gemeinsam aufgefordert eine nachhaltige und echte Antwort zu geben, die Politiker alleine nicht geben können. Bleibt diese aus, dann laufen wir Gefahr, dass die ehrlich gemeinten Reaktionen sich letztendlich doch als leere Floskeln herausstellen und Halle erst der Anfang weiterer antisemitischer Gewalt in Deutschland sein wird.

Deswegen erheben wir unsere Stimme und bekennen

1 Wir bekennen den Antisemitismus in uns und in unseren Familien. Wir hören auf, Antisemitismus nur bei anderen anzuklagen!
2 Wir bekennen, Antisemitismus im Alltag zu lange geduldet und dazu gleichgültig geschwiegen zu haben. Wir hören auf, Antisemitismus politisch zu instrumentalisieren!
3 Wir bekennen einen Jahrtausende alten christlichen Antijudaismus, der bis heute Auswirkungen hat. Wir hören auf, Antisemitismus alleine als ein gesellschaftliches Phänomen dieser Zeit zu betrachten!
4 Wir bekennen, dass unsere Freundschaftsbekundungen gegenüber Israel unserem Handeln allzu oft nicht entsprechen. Wir hören auf, Antisemitismus von anti-israelischen Haltungen zu trennen!
5 Wir bekennen, dass wir verantwortlich sind, zu jeder Zeit und an jedem Ort kontinuierlich und energisch unsere Stimme gegen Antisemitismus und Judenhass und für Israel zu erheben. Wir hören auf, Antisemitismus nur bei Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen zu beklagen!

Veranstalter

Marsch des Lebens e.V., Eisenbahnstraße 124, 72072 Tübingen in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale) KdöR. Der Marsch des Lebens Bewegung mobilisiert seit 12 Jahren weltweit zehntausende Menschen jedes Jahr rund um Jom haSchoa gegen Antisemitismus und Judenhass auf die Straße zu gehen. In Halle findet der Marsch des Lebens in enger Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde seit 2015 jährlich statt.

Unterstützer

Christen an der Seite Israels e.V., Initiative 27. Januar e.V., Internationale Christliche Botschaft Jerusalem e.V.