Woran wir glauben

Die wichtigsten Grundlagen, die für unseren Glauben wichtig sind.

Bild von einem Mann, der auf einen Berg mit einem Kreuz steigt.

Mit der gesamten Christenheit bekennen wir uns zu den Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, ebenso wie zu den Aussagen des Glaubensbekenntnisses von Nicäa und Konstantinopel, welche die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens zusammenfassen.

Alleinige Grundlage aller Lehre und deren Anwendung in allen Lebensbereichen ist die Bibel. Sie ist von Gott eingegeben, dient zur Lehre, zur Erkenntnis von Schuld, zur Umkehr (Buße) und zum lebenslangen Prozess der Heiligung, damit die Gläubigen für jedes gute Werk im Glauben ausgerüstet sind.

Matthäus 5-7 | Markus 12, 28-32 | 2.Timotheus 3,16-17  (zum Nachlesen bitte Bibelstellen anklicken)

Wir glauben, dass Gott Himmel und Erde geschaffen hat und alles was lebt. Er ist souveräner Herr über alles Sein. Gott schuf den Menschen zu Seinem Bild. Ursprünglich schuf er ihn als reines, sündloses Wesen, aber mit einem freien Willen.

Damit verbundenen war die Möglichkeit, Gottes Liebe und Gemeinschaft zu erwidern und zu genießen, und die Erde in Verantwortung gegenüber Gott zu nutzen und zu gestalten, oder Gottes Liebe abzulehnen und unabhängig von Gott zu leben.

1.Mose 1-3 | Psalm 104 | Nehemia 9,6 | Apostelgeschichte 14,15 | Hebräer 11,3

Wir glauben, dass der Mensch seine ursprüngliche Gerechtigkeit und Beziehung zu Gott auf Grund der Sünde (Unabhängigkeit und Hochmut, selbst wie Gott sein zu wollen) und dem daraus folgenden Ungehorsam verlor, indem er der Versuchung Satans folgte.

Jeder Mensch, der geboren wird, fällt unter diesen Status - von Geburt an und auf Grund seiner Taten kann er der Sünde nicht entgehen. Dennoch weiß er von der Existenz Gottes, weil Gott an seinen Werken erkennbar ist.

1. Mose 2,1-13 | Römer 5,12 | Epheser 2,1-3 | Römer 1,18-20

Wir glauben, dass Jesus Christus Gottes eingeborener Sohn ist, geboren von der Jungfrau Maria und dass er ganzer Gott und ganzer Mensch war. Er lebte ein voll-kommenes Leben ohne Sünde, obwohl er versucht war wie alle anderen Menschen. Als stellvertretendes Opfer für die Sünde der ganzen Menschheit gab er sich freiwillig hin, wurde geschlagen, starb am Kreuz auf Golgatha und wurde begraben.

Am dritten Tag ist er von den Toten auferstanden, erschien in leiblicher Gestalt zuerst einigen Frauen, dann den zwölf Aposteln und zuletzt 500 Personen und redete mit ihnen über das Reich Gottes. Dann wurde er in den Himmel aufgenommen und sitzt zur Rechten Gottes des Vaters.

2. Korinther 5,21 | Apostelgeschichte 2,23-24 | 1. Korinther 15,3-4 | Hebräer 4,15 | Epheser 1,20-21 | Matthäus 1,18-23 | Apostelgeschichte 1,9-11

Wir glauben, dass Jesus Christus am Ende der Zeit wiederkommt. Zuerst wird Er seine Braut, die Gemeinde (der dann lebenden und bereits verstorbenen Gläubigen, die Ihn geliebt haben) mit sich in den Wolken zu Gott, dem Vater, entrücken. Er wird sie mit neuen ewigen Körpern ausstatten, mit denen sie ewig in Gemeinschaft mit Gott leben werden. Danach aber kommt Er als Richter, zu richten die Lebenden und die Toten.

In diesem Gericht wird laut Bibel zwischen dem zweiten Tod (ewige Trennung von Gott) und der ewigen Herrlichkeit entschieden. Menschliche Meinungen können diesem Gericht in keiner Weise vorgreifen.

Matthäus 24,30 | 1.Thessalonicher 4,13-18 | 2.Thessalonicher 1,6-10 | 2.Korinther 5,10 | Offenbarung 20,10-15 | Offenbarung 21,1-7

In Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. Wir glauben, dass das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz die Vergebung aller Sünde und Schuld, und die Erlösung von Strafe, Knechtschaft der Sünde, Krankheit und Tod, und die Befreiung von aller Macht der Finsternis beinhaltet.

Epheser 1,7 | Jesaja 53,4-6 | Kolosser 1,13-14

Wir glauben, dass jeder Mensch als Sünder allein durch Glauben an (Vertrauen in) Jesus Christus und seinen stellvertretenden Opfertod am Kreuz gerechtfertigt ist - allein aus Gottes Gnade - nicht aus eigenen (noch so guten) Werken. Glaube (Vertrauen in Jesus) beinhaltet einen Akt der Umkehr von einem Leben unabhängig von Gott nach eigenen Maßstäben und Zielen zu einem Leben geleitet von Gottes Liebe und nach Seinen Maßstäben und Plänen. Deshalb sind die guten Werke des Glaubens eine natürliche Frucht echter Umkehr.

Römer 3, 24-28 | Jaobus 2,14-26

Wir glauben, dass ein Mensch im Augenblick seiner Umkehr zu Gott durch das Werk des Heiligen Geistes von neuem geboren wird, als geliebtes Kind Gottes. Er ist nun eine neue Schöpfung. Der alte (egozentrierte) Mensch ist mit Christus gestorben. „Nun lebe nicht mehr Ich, sondern Christus lebt in mir.“

Johannes 3,3-6 | 1.Johannes 3,1 | 2.Korinther 5,17

Wir praktizieren die Glaubens- bzw. Freiwilligkeitstaufe. Säuglinge werden von uns nicht getauft. Hat jemand eine persönliche Lebensübergabe an Jesus vollzogen und möchte die Taufe als Zeichen dafür empfangen, obwohl er als Säugling getauft wurde, entsprechen wir seinem Wunsch. Wir bitten Amtsträger und Kirchen anderen Taufverständnisses die persönliche Gewissensentscheidung des Getauften zu respektieren und seine Handlung selbst als Taufbunderneuerung zu verstehen.

Die Taufe bedeutet so auch nicht automatisch Mitgliedschaft in der Netzwerk Gemeinde. Wir verstehen sie als einen sehr persönlichen Bund zwischen Gott und dem einzelnen Menschen. Dass der Gläubige dann auch den Bund mit Brüdern und Schwestern einer Ortsgemeinde suchen sollte, ist selbstverständlich.

Matthäus 28,19 | Apostelgeschichte 2,38 | Römer 6,3-4

Wir glauben an den Heiligen Geist als Person des dreieinigen Gottes, von Jesus gebeten und vom Vater gesandt als Lehrer, Tröster, Beistand und Helfer für die Gläubigen.

Sein zentrales Anliegen ist Jesus zu offenbaren und zu verherrlichen. Er überführt auch von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht, führt die Gläubigen in alle Wahrheit und erinnert sie an alles, was Jesus gesagt hat. Er ist der Geist, der Zukünftiges offenbart.

Johannes 14,26 | Johannes 16,7-15

Wir glauben an ein lebenslanges Werk der Heiligung des Gläubigen. Dies geschieht nicht durch menschliche Anstrengung, sondern ist ein Werk des Heiligen Geistes, auf das der Mensch mit aufrichtigem Herzen und mit Hingabe an Gott reagiert.

Es bedeutet die Veränderung unserer Gesinnung und unseres Charakters in das Bild Jesu Christi. Die Früchte des Heiligen Geistes reifen so im Leben eines Christen und drücken sich in seinem Wesen und in seinem Lebensstil aus. Das geschieht durch Erneuerung des Sinnes durch Gottes Wort und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes im Alltag.

Römer 12,1-2 | Epheser 4,22-24 | Galater 5,16.22 | 2.Korinther 13,13

Wir glauben, dass die Gaben und Wirkungen des Heiligen Geistes gottgewollte Gaben für seine ganze Kirche, den Leib Christi, sind. Sie sind zum Nutzen für den Einzelnen und die ganze Gemeinde gegeben.

Wir glauben, dass wir deshalb nach den Gnadengaben eifern sollen, aber viel mehr nach der Liebe. Die Gaben müssen an der Heiligen Schrift geprüft, und von den Früchten des Heiligen Geistes motiviert sein. Sie haben ihren Platz in den Gottesdiensten ebenso wie auch im Alltag.

Römer 12,3-8 | 1.Korinther 12,4-11 | 1.Korinther 12,31 | 1.Korinther 14,1 | 1.Korinther 13 | Galater 5,22

Wir glauben, dass wir als Botschafter an Christi statt dem Missionsauftrag, den Jesus seinen Jüngern gab, verpflichtet sind, hinzugehen und das Evangelium der ganzen Schöpfung zu verkündigen. So glauben wir auch an das Versprechen Jesu, dass denen, die das tun, die biblischen Zeichen folgen. Denn wir glauben, dass Jesus Christus derselbe ist, gestern, heute und in alle Ewigkeit.

2.Korinther 5,20 | Matthäus 28,18-20 | Markus 16,15-18 | Hebräer 13,8

Wir glauben an den Auftrag Jesu und an das biblische Prinzip der Jüngerschaft. Das bedeutet die Gläubigen durch Wort und Vorbild zu lehren, alles zu halten und zu tun, was Jesus gelehrt hat.

So glauben wir, dass der Herr, seiner Gemeinde Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer und viele andere Dienste gegeben hat, um „die Heiligen zuzurüs-ten zum Werk des Dienstes..., damit wir nicht mehr unmündig seien...“

Matthäus 28,19 | 2.Timotheus 2,2 | Epheser 4,11-15

Das Abendmahl wird in unserer Gemeinde dem biblischen Zeugnis gemäß gefeiert, das heißt, wir glauben an die Gegenwart Jesu Christi beim Abendmahl. Brot und Wein sind Zeichen, die Christus selbst gestiftet hat. Im Abendmahl vereinen sich die Dimensionen von vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Heilsgeschichte. Im Gedächtnis des Leidens und Sterbens Jesu Christi für uns erinnern wir uns, wie groß der Preis für die Vergebung unserer Sünden war. Im Geschehen des Mahls ist er gleichzeitig der gegenwärtige HERR in der Mitte der Gemeinde.

Zugleich lässt uns das Abendmahl voller Zuversicht und Freude auf die verheißene Wiederkunft des auferstandenen Christus und die zukünftige Gemeinschaft im endzeitlichen Freudenmahl blicken. Das Mahl des Herrn kann sowohl im Gottesdienst als auch in den Häusern gefeiert werden.

Lukas 22,14-20 | 1.Korinther 11,23-33

Wir glauben, dass die Kirche Jesu Christi (sein Leib) aus all denen besteht, die an Jesus, den Sohn Gottes, sein Werk am Kreuz und seine Auferstehung glauben und ihn als HERRN bekennen. Dieser Leib setzt sich zusammen aus Menschen aller Kirchen, Denominationen und Gemeinden. Sie alle sind durch Jesus Christus unsere Brüder und Schwestern. Sie sind durch den einen Geist zu einem Leib getauft.

Wir glauben auch, dass sich der Gedanke des einen Leibes des Christus in der neutestamentlichen Ortsgemeinde widerspiegelt, jeder Mensch eine kostbare Person ist und Gaben von Gott besitzt. Diese Glieder am Leib brauchen einander. So glauben wir, dass jeder Gläubige (auch alle „Laien“) Mitarbeiter Gottes sind. Das „allgemeine Priestertum der Gläubigen“ muss praktisch gelebt werden können. Jesus ist das Haupt dieser Gemeinde und ihr Baumeister.

Die Leiter seiner Gemeinde / Kirche sind IHM, seinem Wort und dem Heiligen Geist verpflichtet und verantwortlich. Er ist der kostbare Eckstein (das Fundament und der Abschluss).

2.Petrus 2,4-7 | 1.Korinther 12,13 | 1.Korinther 12,14ff.

Wir sind uns bewusst, dass Erkenntnis Stückwerk ist und wir deshalb die Erfahrung und Erkenntnis anderer Christen brauchen. (1.Korinther 13,9) So suchen wir die Zusammenarbeit mit allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften und richten uns dabei nach dem Wort des großen Kirchenlehrers Augustinus: „In notwendigen Dingen: Einheit! In ungeklärten Dingen: Freiheit! In allen Dingen aber: Liebe!“